Microgreens - das kleine grüne Wunder

Donnerstag, 31. Januar 2019

Microgreens - das kleine grüne Wunder

Microgreens - die kleinen Wunderpflänzchen von der Fensterbank

Microgreens sind momentan in aller Munde - und das wortwörtlich. In immer mehr Küchen findet man die kleinen, zarten Pflänzchen, die von der Urban Gardening-Szene ganz groß gemacht wurden. Dabei schmecken Microgreens nicht nur köstlich, sie sehen auch richtig hübsch aus und stecken voller wertvoller Nährstoffe.

Was genau sind Microgreens eigentlich?

Unter Microgreens versteht man Keimlinge, also einige Tage alte Pflänzchen. Da diese noch klein und - meistens zumindest - grün sind, werden sie als Microgreens bezeichnet.

Diese jungen Pflänzchen tragen noch die ganze Wachstumsenergie in sich und sind sie im Vergleich zu ihren ausgewachsenen Pendants deutlich reicher an Proteinen, Spurenelementen sowie Vitaminen. Aus diesem Grund gelten sie auch als Superfood.

Im Gegensatz zu Sprossen dürfen Microgreens etwas länger wachsen und saftige grüne Blätter entwickeln, bevor sie geerntet werden. Gegessen werden Microgreens anders als Sprossen ohne ihre Wurzeln.

So züchtest du Microgreens

Mit Microgreens kannst du auch auf kleinstem Raum deinen Traum vom eigenen, grünen Gärtchen verwirklichen - und das zu jeder Jahreszeit. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Gemüsesorten, dies sich zur Anzucht von Microgreens eignen. Empfehlenswert sind grundsätzlich schnellwüchsige Sorten wie Brokkoli, Rucola, Buchweizen, Rotkohl, Radieschen, Kerbel und Blattsalate. Auch Rote Bete erfreut sich großer Beliebtheit.

Die Samen werden über Nacht eingeweicht und anschließend dicht in einer Keimschale ausgesät. Bei der Aufzucht der Microgreens solltest du vor allem auf das richtige Maß an Feuchtigkeit achten. Bewässere die Samen am besten mit einer Sprühflasche, denn zu viel Feuchtigkeit führt ebenso wie ein zu kühler Standort schnell zu Schimmelbildung.

Besonders toll: Du musst dich nicht auf eine Saatgutsorte beschränken, sondern kannst durchaus mehrere Sorten zusammen aussäen. Du solltest lediglich auf möglichst ähnliche Keimzeiten der einzelnen Sorten achten. Probiere ruhig verschiedene Mischungen aus, bis du die individuell für dich perfekt passende gefunden hast.

Microgreens bringen Pep in deine Küche

Microgreens begeistern nicht nur mit ihrem hohen Nährstoffgehalt, sondern auch mit ihrem intensiven Geschmack. Dieser ist oft würzig und sogar scharf, sodass du mit den kleinen Pflänzchen ordentlich Pep in deine Küche bringen kannst.

Grundsätzlich solltest du Keimlinge immer erst direkt vor dem Verzehr ernten, da sie sehr empfindlich sind. Dann kannst du sie nicht nur als schmackhafte Garnierung von Salaten einsetzen, sondern mit ihnen den unterschiedlichsten Gerichten vom einfachen Butterbrot bis hin zum exotischen Eintopf das gewisse Etwas verleihen. Dank ihrer hübschen Wuchsform und ihren kräftigen Farben sind sie auch optisch ein echtes Highlight auf jedem Teller.

Wir wünschen gutes Gelingen und lass es dir schmecken!